Einmal Ah! und Oh! mit Sommer, bitte

Einmal Ah! und Oh! mit Sommer, bitte

Nordlichter jagen in klaren, klirrendkalten Winternächten ist der Klassiker in den Northwest Territories. Dass Sie die Aurora Borealis aber auch im Sommer sehen können, ist für viele noch ein Geheimtipp. Wir sagen Ihnen, warum sich das unbedingt lohnt und räumen auf mit ein paar Irrtümern rund um das Aurora Watching im Sommer.

Stellen Sie sich vor, Sie verbringen einen perfekten Sommertag im hohen Norden Kanadas, in den Northwest Territories. Fahren Kajak, angeln, campen am See, wandern durch die Natur, beobachten Adler, Karibus und Bisons. Abends sitzen Sie dann vielleicht am Lagerfeuer vor Ihrem Zelt und plötzlich knipst der Himmel die Nordlichter an. Bei der folgenden Licht- und Farbenshow darf Ihnen ruhig der Atem stehenbleiben. Oder das ein oder andere aaah! und oooh! rausrutschen.

Anders als gedacht

  • halten Nordlichter keinen Sommerschlaf. Die Aurora Borealis gibt es tatsächlich das ganze Jahr über, da sie auf der Reise von Sonnen- und Luftteilchen entstehen
  • kann man sie auch im Sommer sehen. Wenn es, wie im Juni oder Juli, fast gar nicht dunkel wird, ist es in der Tat schwer, die hellen Lichter am taghellen Himmel auszumachen. Ab August gibt es aber schon wieder bis zu vier Stunden Dunkelheit, im September sogar 12 Stunden. Im Oktober ist der Himmel über den Northwest Territories allerdings oft zu nebelig und bedeckt, deswegen gibt es dann eine kurze Aurora Watching Pause
  • gibt es auch im Sommer geführte Nordlichttouren! Von August bis Anfang Oktober und von November bis Mitte April ist in Hauptsaison in den Northwest Territories. Es gibt kurze Trips in und um Yellowknife bis zu mehrtägigen Touren, die Sie mit dem Flieger in eine abgelegene Wilderness Lodge bringen

Viele sagen, die Nordlichter im Sommer seien noch überwältigender, wenn es dazu warm ist, die Landschaft blüht und alles an Farben auffährt, was die Natur zu bieten hat. Tatsächlich hat sich die Zahl an Aurorajägern, die im Sommer in die Northwest Territories kommen, in den vergangenen Jahren verdoppelt. Der Geheimtipp ist auf dem Weg zum Trend – und vielleicht bald Ihr unvergessliches Sommererlebnis?

Nordlichter im Winter, der Klassiker – Nordlichter im Sommer, der Geheimtipp

Wie klingt das: Sie verbringen Ihren Sommerurlaub in Kanadas wildem Norden, den Northwest Territories, und gehen abends Nordlichter jagen? Wir sagen Ihnen, warum sich das lohnt und räumen auf mit ein paar Irrtümern, die uns glauben ließen, Nordlichter tanzten nur durch eiskalte, klare Winternächte.

In den vergangenen Jahren sind immer mehr Nordlichtjäger im Sommer nach Yellowknife gekommen. Die Besucherzahlen haben sich verdoppelt und viele sagen, der Anblick sei gerade zwischen August und Oktober überwältigend. Und dazu sind die Temperaturen milder und angenehmer für lange Beobachtungsnächte im Freien.

Mythos 1 : Die Nordlichter halten Sommerschlaf

Die Nordlichter sind –wie oft angenommen- keine saisonale Himmelsdekoration. Sie tanzen eigentlich das ganze Jahr über durch die Atmosphäre, wenn Sonnenteilchen von Magnetfeldern eingefangen und Richtung Nordpol geschickt werden und da auf dem Weg mit Luftteilchen zusammenprallen. Mal sind sie ganz blass und kaum erkennbar, ein einzelner grüner Streifen vielleicht, ein anderes Mal leuchten sie wie ein kunterbuntes Feuerwerk und färben den Himmel in orange, pink und violett. Und in den Northwest Territories, der „Aurora Capital of the World“, kann man sie fast ganzjährig bestaunen.

Mythos 2 : Im Sommer ist es zu hell, um die Aurora zu beobachten

Zugegeben, im Juni beispielsweise, wenn es kaum dunkel wird in den Northwest Territories, ist es ein bisschen schwierig, die hellen Lichter am taghellen Himmel auszumachen. Aber ab August kommen langsam die dunklen Nächte zurück, 4 Stunden Finsternis gibt es ab Ende August schon an der Grenze zu Alberta. Im September sind dann schon wieder die langen Nächte dran, die teils 12 Stunden beste Bedingungen bieten, um das leuchtend bunte Spektakel zu sehen. Wobei die langen Nächte natürlich auch äußerst kurz ausfallen für Nordlicht-hungrige Urlauber, die nonstop den Himmel im Blick haben.

Mythos 3 : Im Sommer ist der NWT Himmel oft zu bedeckt

Stimmt schon, dass die klirrend kalten, trockenen Winter hoch oben im Norden eine glasklare Sicht bis ins Unendliche mitbringen. Aber auch die Sommertage in Yellowknife sind oft sonnig und vor allem wolkenlos,  selbst im September ist der Himmel hier nur 30 Prozent des Monats bedeckt. Mit dem Oktober kommen dann verstärkt Nebel und Wolken zurück, deshalb ist bis Mitte November Pause beim Aurora-Watching.

Mythos 4 : Es gibt keine geführten Aurora-Touren im Sommer

Doch, unbedingt. Die Aurora-Touren haben sozusagen zweimal Hauptsaison. Von August bis Anfang Oktober und dann von November bis Mitte April. Je nachdem, wie abenteuerlustig Sie sind und was Ihr Zeit- und Reisebudget hergeben, gibt es verschiedene kleine Touren in und um Yellowknife. Oder Sie fliegen für eine Mehrtagestour raus in eine Wildnislodge und machen nebenbei noch Lieblingsfotos von Bären, Karibus, Bisons und Elchen für Ihre Urlaubsgalerie.

Mythos 5: Nordlichter im Winter sind der Klassiker

Ok, das stimmt. Aber die Sommer-Nordlichter sind ein Geheimtipp. Noch. Beides hat seinen ganz eigenen Reiz, wenn die Landschaft der Northwest Territories einmal in eine weiße Schneedecke gehüllt ist und das andere Mal blüht und alles an Farben auffährt, was die Natur zu bieten hat. Stellen Sie sich einen perfekten Sommertag vor, Sie verbringen den Zeit am See, campen, fahren Kajak, wandern, angeln. Und abends beim Lagerfeuer oder auf einem Boot kommen die Aurora dazu und knipsen die Farbenshow am Himmel an. Da darf einem auch schon mal die frische Luft wegbleiben.

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